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Liebe Leserinnen und Leser,

 

kann eine geteilte Spitze mehr bewirken als eine einzelne Führungspersönlichkeit?

 

Die neue Ausgabe unseres Magazins widmet sich dem Jobsharing auf Leitungsebene.

 

In ihrem Impulsbeitrag plädiert Meike Schlicht dafür, Top-Sharing nicht länger als Sonderlösung für Teilzeitwünsche zu betrachten, sondern als eigenständiges Führungsmodell.

 

Wie geteilte Verantwortung selbst auf höchster Diplomatieebene gelingen kann, zeigt der Briefwechsel von Johannes von Hülsen mit Christina Beinhoff und Dr. Joachim Bertele, die sich bis 2025 das Amt der deutschen Botschafterin und des deutschen Botschafters in Schweden teilten. Offen sprechen sie über Vertrauen, gemeinsame Netzwerke, Übergaben und unterschiedliche Stärken – und darüber, ob geteilte Führung auch eine überzeugende Alternative an der Spitze von Kulturinstitutionen sein kann.

 

Wie komplexe Organisationsstrukturen und künstlerische Exzellenz Hand in Hand gehen können, zeigen wir im Bericht von unserer abgeschlossenen Organisationsuntersuchung an der Bayerischen Staatsoper.

 

Viel Freude beim Lesen wünscht
Ihr METRUM Team

Ein Impuls von Meike Schlicht

Möge das beste Modell gewinnen

"Ich könnte diesen Job. Aber Vollzeit ist in meiner derzeitigen Lebenssituation unrealistisch." Diesen Satz hörte ich zuletzt gleich mehrfach von hochqualifizierten Kandidatinnen für eine Vorstandsposition im Kulturbereich. Nicht fehlende Kompetenz hielt sie zurück, sondern das Modell der Stelle.

Warum ist Top-Sharing in der Kultur- und Bildungsbranche bislang kaum ein Thema? Brauchen wir weitere Beschäftigungsmodelle, um den Arbeitsmarkt für Führungspositionen durchlässiger zu gestalten? Suchen Kultur- und Bildungsorganisationen wirklich nach der besten Führung – oder schreiben sie Vollzeit aus, weil Leitungspositionen schon immer in Vollzeit besetzt wurden?

Kultur- und Bildungsorganisationen sollten Top-Sharing nicht als Sonderlösung für Teilzeitwünsche betrachten, sondern als eigenständiges Führungsmodell, das im Einzelfall einer klassischen Einzelbesetzung überlegen sein kann.

 

Mehr zu dieser These und den Möglichkeiten für die Kultur- und Bildungsbranche lesen Sie im Impuls von Meike Schlicht.

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Ein Briefwechsel mit Christina Beinhoff und Dr. Joachim Bertele

Jobsharing im Auswärtigen Amt: Ein Führungsmodell auch für die Kultur?

Christina Beinhoff und Dr. Joachim Bertele, 2021–2025 als Botschafterin und Botschafter der Bundesrepublik in Schweden, berichten im Briefwechsel mit Dr. Johannes von Hülsen über die Besonderheiten und Potenziale ihres individuellen Jobsharing-Modells.

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Projekteinblick

Organisationsuntersuchung der Bayerischen Staatsoper

Wie lassen sich gewachsene Strukturen einer international führenden Kulturinstitution so weiterentwickeln, dass künstlerische Qualität, organisatorische Leistungsfähigkeit und öffentliche Verantwortung auch künftig zusammenwirken? Wir berichten von unserer umfassenden Organisationsuntersuchung der Bayerischen Staatsoper.

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